Westerwaldsteig
ein Qualitätsweg in Deutschland
1. Etappe: Wanderung von Herborn nach Hachenburg
insgesamt 114 km, Aufstiege: 2.430 m, Abstiege: 2.300 m

 

Streckenverlauf

Hinweise

Bilder von dieser Etappe

(1. Tag)
Herborn   Stadt an der Dill. [Die Stadt wird wegen seiner 400 Fachwerkhäuser auch als Rathaus von Herborn - hier beginnt der Westerwaldsteig„Nassauisches Rothenburg“ bezeichnet. Sie zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Städten Deutschlands.
Glück hatte die Stadt im 2. Weltkrieg, da keine Bombenangriffe die Stadt zerstörten.
Im 30-jährigen Krieg pflegten die Bewohner der Stadt 50 schwedische Soldaten. Dadurch erhielt sie den Ruf „Lazarettstadt.
Wahrzeichen von Herborn ist das alte Schloss aus dem 13. Jh. –  heute das theologische Seminar der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für angehende Pfarrer und Pfarrerinnen.
Bekannt ist leider auch der Juli 1987, als ein Tanklaster mit 34.000 Liter Diesel und Benzin in ein Eckhaus raste. Durch das auslaufende Benzin wurden 12 Häuser in Brand gesetzt
und 5 Personen getötet
].

Herborn (215 m) ― Herborn-OT Burg (218 m) 3,0 km ― Vogelpark Herborn-Uckersdorf (297 m) 2,8 km ― Uckersdorf (242 m) 0,9 km ― Erdbach (340 m) 4,7 km ― Breitscheid (461 m) 4,4 km ― Flugplatz Breitscheid (  Gaststätte und Hotel) ― Abgang vom Westerwaldsteig nach Gusternhain
Entfernung = 19 km, Aufstieg: 670 m; Abstieg: 508 m

(2. Tag)
Gusternhain   Heisterberger Weiher (534 m) 2 km (vor dem Weiher trifft man wieder auf den Westerwaldsteig) Heisterberg (590 m) 2,1 km Fuchskaute (654 m) 3,8 km [Ein ehemaliger Vulkan. Mit 656 m höchster Punkt des Westerwaldes. Der Name leidet sich ab von Fuchs und Kaute = Fuchshöhle]Das Rathaus von Rehe mit seinem evangelischen Bethaus im Obergeschoss

Rehe  (534 m) 4 km 
[Ort wurde erstmals 1300 erwähnt. Das mit Schnitzereien verzierte Fachwerk-Rathaus von Rehe fehlt in keinem Bildband vom Westerwald. Im 1. Stock sieht man ein evangelisches Bethaus aus dem Jahre 1738.
Der Westerwaldsteig geht unmittelbar an dem Haus vorbei.
]
Krombachtalsperre [Der Stausee liegt größtenteils in Rheinland-Pfalz, nur die 14 m hohe Staumauer gehört zu Hessen. Er dient sowohl der Stromerzeugung als auch der Erholung. Hier beginnt die Wachholderheide.] ― Viehweide (543 m) 2,3 km ― Rennerod 7,6 km
[Die fast 800 Jahre alte Stadt Rennerod wurde im März 1945 von alliierten Flugzeugen angegriffen. Es wird vermutet, dass ihr Ziel V2-Stellungen galt.
Rennerod war bis zur Wiedervereinigung der geografische Mittelpunkt der Bundesrepublik Deutschland.
]
Entfernung = 22 km, Aufstieg: 220 m

(3. Tag)
Rennerod
Seitenstein (482 m) 2,2 km In der Holzbachschlucht Eulsberg (461 m) 2,0 km ― Secker Weiher (433 m) 2,0 km Hofgut Dapprich (381 m) 2,7 km

  Holzbachschlucht (372 m) 0,4 km [Bereits seit 1929 Naturschutzgebiet. Ein 1 km langes Durchbruchtal mit 20 – 30 m hohen Felsen. Nach Volkes Meinung soll sich in der Holzbachschlucht der berüchtigte Räuber "Schinderhannes" versteckt haben.]
 
Winnen (425 m) 2,7 km Ausflugslokal „Zum Katzenstein“ (382 m) 2,7 km Mahnmal am Katzenstein [Gedenkstätte für Heimatvertriebene – schöne Aussicht über die Stadt Westerburg bis zum Feldberg im Taunus] Westerburger Schloss
Westerburg 3,3 km
[Die Stadt hat ihren Namen nach dem 1219 erstmals erwähnten Schloss Westerburg. Es ist ein Zweckbau, der auch zur Verteidigung vorgesehen war. Die evangelische Schlosskirche wurde zu Beginn des 16. Jh. gebaut.
]

Entfernung: 18 km, Aufstieg 280 m

 

Legende:
 Einkehrmöglichkeit
 Einkehr + Übernachtung
Bahnanschluss

 

Wegbetreuung:
Westerwald Touristik Service

Kirchstr. 48 a
D 56410 Montabaur

www.westerwaldsteig.de

Eröffnung
Westerwaldsteig:

24. Mai 2008

Wanderweg-Einteilung:

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland (Zertifizierung 31. August 2012

 

Wanderkarten:

Sonderausgabe Westerwaldsteig Topografische Freizeitkarte 1:50.000

Wanderführer:

Ein schöner Tag kompakt TOUREN Westerwaldsteig
ISBN 978-3-934342-53-8
Buch und Wanderkarte auch als
Set erhältlich:
ISBN 978-3-934342-22-4

Hikeline Wanderführer:
Fernwanderweg Westerwaldsteig
mit Wanderkarten 1:35.000
ISBN 978-3-85000-502-9
http://www.esterbauer.com/hikeline/index.html

 

Höchste Erhebung:

Fuchskaute 657 m

Besonderheit:

Der Westerwaldsteig ist der Verbindungsweg zwischen dem Rothaarsteig und dem Rheinsteig

 

Unsere Unterkünfte:

Hotel zum Löwen
Turmstraße 2,
D 35745 Herborn

Ideale Lage, da nur wenige Schritte vom historischen Marktplatz von Herborn entfernt. Leider störte das Kommen und Gehen der Besucher in die Leo´s Kellerbar des Hotels.
Das zum Hotel gehörende  Restaurant  L`Ambiente können wir sehr weiterempfehle
n.

 

Hotel Landgasthaus Ströhmann
Gusternhainer Strasse 11
D 35767 Gusternhain

Obwohl an der Hauptstraße gelegen, sehr ruhig. Restaurant ist in einem Nebengebäude. Zimmer wurden erst vor kurzer Zeit aufwändig renoviert.

 

Hotel Röttger
Hauptstr. 50
D 56477 Rennerod


Hotel liegt direkt an der stark befahrenen Bundesstraße B 54. Man konnte uns  ruhige Zimmer in einem Nebengebäude anbieten. Einladendes Restaurant.
Sehr wandererfreundlich - man gab uns unverlangt Tüten zum Einpacken einer Wegzehrung
.

 

Landgasthof Bürgerstube Jex
Bergstr. 2 a
D 56459 Pottum

Abseits vom Westerwaldsteig; große, ruhige  Zimmer. Sehr wandererfreundlich. Wir wurden mit dem Auto in Westerburg abgeholt und man brachte uns am nächsten Tag wieder zurück auf den Westerwaldsteig.

(4. Tag) Westerburger Kopf
Pottum [5 km nordöstlich von Westerburg am Wiesensee] Fahrt nach Hergenroth 3 km wieder auf dem Westerwaldsteig
Westerburg ― Hergenrother Kopf (451 m) 2,8 km [Aussichtspunkt] Westerburger Kopf 3,0 km ―  Brandscheid (448 m) 2,4 km Abzweigung Rothenbach (424 m) 2,5 km
Wetzstein (452 m) 3,7 km
  Freilingen (413 m) 5,8 km

Entfernung: 18,2 km, Aufstieg: 390 m Abstieg: 355 m

(5. Tag)
Fahrt von Freilingen nach Dreifelden. Wanderung auf dem Westerwaldsteig 4,7 km:
Dreifelden
(416 m)
[Ort liegt am größten See der Westerwälder Seenplatte. Ehemals katholische Wallfahrtkirche „Dreifaltigkeit“ und danach evangelisches Gotteshaus. Hieraus ist auch der Ortsname abgeleitet. Den Schlüssel zur Besichtigung der sehenswerten Kirche erhält man im Gasthaus "Zum Seeweiher"]  
Linden (451 m) 1,9 km Wiedquelle (464 m) 1,1 km Alpenroder Hütte
[Die Wied ist mit 102 km der längste Fluss im Westerwald. Bei Irlich, einem Stadtteil von Neuwied, mündet sie in den Rhein.]
Gräbersberg (513 m) 3,9 km ( Die Jausenstation Alpenroder Hütte ist täglich geöffnet]   Welterstein (472 m) 1,5 km [Eine Sage berichtet, dass vor langer, langer Zeit hier einst die Heinzelmännchen lebten. Über den Eingang ihrer Wohnhöhle rollte jedoch eines Tages ein riesiger Fels und die Heinzelmännchen  waren in ihrer Wohnung eingesperrt. Deshalb gruben sie einen Gang den Abhang hinunter und kamen beim Felsen "Backofen" wieder ins Freie. Ob die Heinzelmännchen am "Backofen" auch Brot gebacken haben, davon ist leider nichts überliefert.]
Stöffelpark (392 m) (Museum) 2,7 km
Seit 1900 wird am Berg „Stöffel“ oberhalb vom Ort Enspel Basalt abgebaut. Jahresproduktion 1 Mio. Tonnen. Inzwischen ist der Berg schon um 80 m geschrumpft. Eine fliegende Maus (Kleinsäuger mit Gleithäuten),
Eisenbahnviadukt über die Nisterwurde vor 25 Mio. Jahren in  Magma konserviert. Man fand sie im Jahre 1994.
Sie erhielt den Namen „Stöffelmaus“.

Büdingen Nistertal/Bahnviadukte (323 m) 2,4 km   Hardt (379 m) 1,9 km   Langenbach (375 m) 1,9 km Bad Marienberg (456 m) 2,2 km  

Urkundlich erstmals erwähnt wird die Siedlung im Jahr 1048. Im Jahr 1258 wird Marienberg dann als Mons sanctae Mariae bezeichnet. Am 10.8.1967 wurde der Ort Marienberg in Bad Marienberg umbenannt. Das Marienbad bietet ein Saunadorf mit 5 verschiedenen Saunen.

 

Entfernung: 19,5 km, Aufstieg: 380 m Abstieg: 347 m

(6. Tag)
Bad Marienberg (456 m) Großer Wolfstein (561 m) 4,5 km  [Der Sage nach wollte der Teufel mit Basaltsteinen einen Turm bauen, der bis zum Himmel reichen sollte. Aus diesem Grund sammelte er Basaltbrocken und band sie zum Transport mit einem Seil aus Weiden zusammen. Bei seinem Flug durch die Luft riss aber das Befestigungsseil, sodass die Basaltblöcke auf die Erde fielen. Und da liegen sie noch heute: der große und der kleine Wolfstein.]
 Unnau/Stangenrod (415 m) 2,9 km Unnau/Korb (288 m) 2,3 km  Landschaftsmuseum Hachenburg ― Hachenburg 5,8 km
[Löwenstadt Hachenburg:
Zum Schutz der Kaufleute wurde auf Drängen von Kaiser Friedrich I eine Burg an den alten Handelsstraßen von Leipzig nach Köln und Köln nach Frankfurt am Main errichtet. Sowohl durch Kriege und auch durchDer Löwenbrunnen auf dem Marktplatz von Hachenburg. große Brände wurde der Ort mehrmals zerstört. So zerstörte der Großbrand von 1654 die Innenstadt und auch die Burg. Die Fachwerkhäuser der Friedrichstraße, der Herrnstraße, des Alten Marktes, der Perlgasse, der Mittelstraße, der Judengasse und der Wilhelmstraße stammen, wurden erst nach dem Brand im 17. und 18. Jahrhundert erbaut. Auch das Barockschloss stammt aus 1746 und wurde auf den Grundmauern der Burg errichtet. Heute ist hier eine Ausbildungsstätte der Deutschen Bundesbank.
Kaum Schäden entstanden im 2. Weltkrieg.
Am "Alten Markt"  in Hachenburg steht nicht nur der Marktbrunnen mit dem goldenen Löwen, sondern auch das älteste steinerne Gasthaus in Deutschland (14. Jh.).
]
Entfernung: 15,5 km, Aufstieg: 320 m Abstieg: 399 m

Begriff Westerwald:
Der Begriff Westerwald leitet sich vom mittelhochdeutschen "Wester" = westlich ab. Damit wurde der „Wald im Westen“ vom Königshof Herborn  bezeichnet.

Gruß unter Wanderern:
"Hui! Wäller?" - "Allemol!"  
Gesucht wurde 1913 ein Gruß unter Westerwaldwanderer.
Dem Sieger winkten 12 Flaschen Moselwein. Sieger wurde der Heimatdichter Adolf Weiss, er kleidete den Gruß in folgenden Vers:

"Hui! Wäller?" - "Allemol!"
so tönet der Ruf,
den in meiner Sehnsucht nach Wein ich schuf.

Das "Hui", das hat mich der Sturmwind gelehrt,
wenn wild über unsere Heide er fährt.
Und "Wäller" wir ja "allemol" sind,
wir trotzen dem Regen, dem Schnee und dem Wind

 

 

Unsere Unterkünfte:

Hedy´s Landgasthof
Heidestr. 27
D 56244 Freilingen

Abseits der Bundesstraße 8, daher sehr ruhig gelegen. Große Räume mit einem gemütlichen Restaurant. Sehr wandererfreundlich, Geschäftsführer fuhr uns nach Dreifelden.

Alternativ


Zum Seeweiher
Kirchstrasse 2
D 57629 Dreifelden
www.zumseeweiher.de
(war wegen Betriebsferien geschlossen)

 

Westerwälder Hof ***
Wilhelmstr. 21
D 56470 Bad Marienberg
http://www.hotel-westerwaelder-hof.de/
Ruhiges Hotel in der Fußgängerzone von Bad Marienberg. Modern ausgestattet mit einer großen Nasszelle.

 

Zum weißen Ross **
Alter Markt 7
D 57627 Hachenburg
Direkt am Marktplatz gegenüber der evangelischen Kirche gelegen.
Die Zimmer liegen in einem Innenhof, daher sehr ruhig.

 

Fortsetzung der Wanderung auf dem Westerwaldsteig