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 Krivánska Malá Fatra (Nördliche Mala Fatra), Slowakei

 

 

 

 

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Von Saalfeld an der Saale bis Naila an der Selbitz

Im Herbst 2005 auf dem europäischen Fernwanderweg E3 ― aufgezeichnet von Klaus

 

Freitag 28.10.  Zugfahrt Heidelberg  Saalfeld

Auf unserem Weg auf dem "Internationalen Bergwanderweg Eisenach - Budapest" waren wir 1998 bis Bad Blankenburg gekommen.
Aus verschiedenen Gründen, unter anderem auch wegen der wenigen  Übernachtungsmöglichkeiten an der Oberen Saale, hatten wir die Strecke Bad Blankenburg – Plauen ausgelassen.
In diesem Jahr sollte also die Lücke geschlossen werden!
Von Heidelberg fuhren wir, Wolfgang, Harald, Thomas, Klaus und Dirk los, unser Nordlicht Hanjo machte sich ab Hamburg auf den Weg.
Es wurde für die Heidelberger eine Fahrt mit "Pleiten, Pech und Pannen". Beim Umsteigen in Erfurt hielt unser Waggon des ICE außerhalb des Bahnsteigs. Einige Fahrgäste sprangen auf das Schienenbett und marschierten los in Richtung Bahnsteig. Wir hetzten durch den ICE bis wir einen Waggon fanden, von dem der Bahnsteig bequem zu erreichen war. Als wir den neuen Bahnsteig für unseren Zug nach Saalfeld endlich erreichten, war noch nicht einmal mehr das berühmte Schlusslicht des Zuges zu sehen. Der Regionalexpress hatte auf den ICE nicht gewartet und so standen wir und eine große Anzahl Mitreisender überrascht auf dem Bahnsteig.
Während unser Wanderführer die einstündige Zwangspause nutzte und per Handy den Bahnhofsleiter von Erfurt "freundlich" kontaktierte, machten sich einige von uns auf den Weg, um sich vor dem ErfurtHotel Anker in Saalfelder Bahnhof mit echten "Thüringer Bratwürsten" und Getränken zu versorgen. So hat alles so seine zwei Seiten.
Hanjo aus Hamburg war ohne Probleme mit der Bahn vor uns in Saalfeld angekommen und holte uns vom Bahnhof ab.
Das Hotel Anker war günstig gelegen direkt am alten Marktplatz gleich gegenüber dem in thüringischer Renaissancearchitektur gebauten Rathaus aus dem 16. Jahrhundert.

Das Abendessen in dem alten urigen Kellergewölbe des Hotels Anker mit Schwarzbier entschädigte uns aber für den Ärger mit der Bahn.

Unterkunft in Saalfeld und Wanderstrecke

Weitere Bilder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hotel Anker, Saalfeld

Samstag 29.10.
Stadtführung in Saalfeld;  Eichicht ― Neidenberga

Pünktlich um 8:45 Uhr treffen wir vor dem Hotel Anker unseren Stadtführer, Herrn Jung. Er war ein 80jähriger pensionierter Lehrer und auch Heimatforscher, der uns sehr engagiert die Stadtgeschichte von Saalfeld beim Rundgang erläuterte.
Er erklärte uns, dass die Stadt Saalfeld durch Kaiser Friedrich I Barbarossa im Jahre 1180 gegründet wurde. Der 2. Weltkrieg hat in der Altstadt so gut wie keine Schäden hinterlassen - nur das Gebiet vom Marktplatz zum Bahnhof wurde anscheinend wegen dem Verkehrsknotenpunkt in den letzten Kriegstagen fast zu 100 % zerstört.
Seit der Wende sind etwa 8.000 Bürger (20%) in den Westen abgewandert. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 20%.

 Blick vom Darrtor in die Innenstadt von Saalfeld. Im Hintergrund ist die Johanneskirche zu sehen  

Um die Stadt Saalfeld zu erkunden, sind zwei Stunden viel zu kurz. 
Wir konnten uns nur die alte Innenstadt ansehen, für mehr war einfach zu wenig Zeit.
Herr Jung  zeigte uns die  evangelisch-lutherische Johanneskirche, die in der heutigen Form im gotischen Stil bereits in den Jahren 1380 bis 1541 erbaut wurde.


Auch aus dieser Zeit (1500) stammt die älteste Glocke der Kirche. Wie durch ein Wunder Die evangelische Johanneskirche von Saalfeld - Innenansichtwurde sie im 2. Weltkrieg, wie so viele Kirchenglocken in Deutschland, nicht eingeschmolzen.
Die tragenden Säulen im Inneren der Kirche sind in Rot gehalten. Diese rote Farbe symbolisiert das Blut Christi. Sehr sehenswert ist auch das Deckengemälde. Die um das Jahr 1520 gemalte Himmelswiese zeigt dem Betrachter die Pracht der Schöpfung Gottes.

 

Bewundernswert in Saalfeld sind auch die vielen alten bemalten Türen, die noch aus dem Mittelalter stammen. Alte bemalte Haustür in Saalfeld
Sehenswert sind die Rundbogenarkaden am  Marktplatz, die Häuser aus vielen  Epochen, die vielen alten Toreinfahrten, die noch vielfach erhaltenen Stadttürme. Eine Augenweide ist vor allem das Renaissance-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Da samstags das Rathaus geschlossen ist, konnten wir den Rundturm - Hutschachtel genannt - im Inneren des Rathauses nicht betrachten.
Für die Besichtigung sämtlicher Sehenswürdigkeiten in Saalfeld wäre ein ganzer Tag erforderlich gewesen.

An diesem Samstag herrschte auf dem Marktplatz ein reger Marktbetrieb.
Wir hatten aber für die Angebote keine Zeit, galt es doch, einen Linienbus kurz nach 11:00 Uhr noch zu "erwischen".
An der Haltestelle waren keine weiteren Personen - und auch die Fahrpläne gaben uns keinen Hinweis, ob der der Bus auch samstags fährt. Spät kam er, doch er kam und mit ihm viel Luft, denn außer uns waren nur noch vierNeuer Saaleblick. Talsperre Eichicht und die Staumauer im Hintergrund weitere Fahrgäste.

Wir fahren mit dem Bus nach Eichicht bei Kaulsdorf. Wir mussten einige Zeit suchen, bis wir das Wanderzeichen für den Internationalen Bergwanderweg Eisenach - Budapest fanden.
Wir erfreuten uns an dem  herrlichen Herbstwetter, das uns für die verregnete Sommerwanderung 2005 auf dem EB-Weg in der Slowakei entschädigte.
Nach einem kurzen Aufstieg überquerten wir die mächtigen Rohrleitungen zum und vom Pumpspeicherwerk Hohenwarte II, das zum VattenfallUnser Wanderführer am Aussichtspunkt Neuer Saaleblickkonzern gehört. Von dort hat man am Aussichtspunkt "Neuer Saaleblick" einen tollen Aussicht auf die Talsperre Eichicht mit der Staumauer im Hintergrund. Unser Wanderführer Wolfgang trieb uns an weiterzugehen, denn die eigentliche Tagesetappe stand noch vor uns.

Mittagsrast in der Gaststätte "Zum Ilmtal" in dem Weiler Kleingeschwenda.  Die Wirtsleute saßen schon auf gepackten Koffern, denn am nächsten Tag wollten sie ihre Tochter im Hotzenwald  besuchen. Da hatten wir noch einmal Glück, denn weit und breit war keine andere Gaststätte um diese Jahreszeit geöffnet.

Von dem landwirtschaftlich geprägten Hochplateau (500 m) rund um Kleingeschwenda ging es hinunter zur Talsperre Hohenwarte. Hinweisschilder auf dem Weg kündigten schon von Kaffee und Kuchen in der Lothramühle. Aber die war wegen Betriebsferien schon seit Tagen geschlossen.
Vorbei an Datschen ging es hoch zum winzigen und einsamen Ort Neidenberga mit seinen 56 Einwohnern. Das Schloss im Ort ist heute eine Jugendherberge. Wir aber übernachteten im Gasthof "Zum Stausee". Am Abend erzählte uns der Wirt über sein Leben vor der Wende.

Unterkunft und Wanderstrecke

Weitere Bilder

 

Benutzt:
Fritsch Wanderkarte Nr. 48, 1:50.000
Naturpark Thür. Schiefergebirge - Obere Saale

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick vom Darrtor in die Innenstadt

Johanneskirche im Hintergrund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innenansicht der Johanneskirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bemalte Wohnungstür aus dem Mittelalter - es handelt sich noch um Originalfarben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aussichtspunkt
"Neuer Saaleblick"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Wanderführer am Aussichtspunkt "Neuer Saaleblick"

Sonntag 30.10. Neidenberga ― Ziegenrück

 Der Ort Neidenberga

In der Nacht war es für Ende Oktober schon recht kalt - der Boden war am Morgen mir Raureif überzogen. Aber dafür schien die Sonne durch einen wolkenlosen Himmel.  Am Nachmittag sollte  es sogar über 20 Grad warm werden. Seit mehr als 30 Jahren sind wir immer zu den Herbstferien  des Landes Baden-Württemberg auf Blick vom Hermannsfelsen auf die Talsperre HohenwarteWanderschaft - ein Herbstwetter mit so toller Fernsicht hatten wir bisher nur ganz wenige Male.

Wir wanderten weiter über die Berge des Thüringischen Schiefergebirges.
Unser Weg führte zunächst an dem Aussichtspunkt Hermannsfelsen und dann, nach Passieren eines großen Campingplatzes, hinunter zur Talsperre Hohenwarte.

 

 

 Die Wandergruppe am Hermannsfelsen

Mit der Mühlenfähre in Altenroth setzten wir über zur Linkenmühle. Zur Überraschung für unseren Wanderführer Wolfgang, gab es aufMühlenfähre verbindet Altenroth mit der Linkenmühle der Fähre noch eine Stempelstelle für den EB-Weg.  

Direkt an der Anlegestelle befand sich das wiedereröffnete Gasthaus Linkenmühle. Alle Tische waren sowohl im Lokal als auch auf der Terrasse besetzt. Zum Glück war vor uns schon Rolf Damm mit Ehefrau eingetroffen, sie hatten einen Tisch im Freien für uns alle ergattern können.  Rolf hat den "Internationalen Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach - Budapest", so hieß er zur DDR-Zeit,  im Jahr 1986 unter widrigen Umständen rückwärts von Budapest nach Eisenach in einem Stück innerhalb von 90 Tagen mit Zelt  bewältigt.  Sicherlich eine Pioniertat, denn "Devisen" und "Visen"  für die zu durchwandernden Länder zu beschaffen war in der DDR eine echte Herausforderung.  Jetzt ist Rolf der Organisator der Treffen der EB-Veteranen, die regelmäßig einmal im Jahr stattfinden. Blick von der Teufelskanzel

Wir wanderten weiter an der Saale entlang.

Hier fielen uns die vielen Datschensiedlungen auf, die sich dicht an dicht am Ufer entlangschlängelten. Erbe aus früheren Jahren. Rolf und seine Frau begleiteten uns an diesem Nachmittag bis nach Ziegenrück. 
Ein "Highlight" auf diesem Wanderabschnitt war sicherlich der Aussichtspunkt "Teufelskanzel", der kuBlick auf den Ort Ziegenrück mit seinem Schlossrz vor Ziegenrück erreicht wird. Gleich hinter dem Aussichtspunkt hat man nur noch wenige Meter zu gehen, um einen ersten Blick auf den kleinen Ort Ziegenrück mit seinem Schloss zu haben.

Wir übernachteten im Hotel „Am Schlossberg“. Abends erholten wir uns in der Sauna und im Whirlpool des Hotels.

Unterkunft und Wanderstrecke

Weitere Bilder

 

 

Blick zurück auf den kleinen Ort Neidenberga

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Hermannsfelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Hermannsfelsen:

Klaus, Dirk, Thomas,
Harald, Wolfgang und Hanjo - unser Nordlicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Mühlenfähre verbindet Altenroth mit der Linkenmühle.

 

Stempel für den EB-Weg erhält man auf der Mühlenfähre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aussichtspunkt Teufelskanzel

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziegenrück ist erreicht

Montag 31.10. Ziegenrück ― Remptendorf

Von Rolf und seiner Frau mussten wir uns am Morgen verabschieden.
Unsere Tour begann  mit einer Wanderung am Flusslauf der Saale entlang, ein Eingang von Schloss Burgkeinsames Wiesental erstreckt sich kilometerlang.
Dann ging es hinauf zum Schloss Burgk an der Saale. Das Schloss war über Jahrhunderte im Familienbesitz der älteren Linie Reuß, bis 1945.
Das Schloss wurde niemals erobert, weil die große Geschichte um die kleine Burg immer einen großen Bogen gemacht hat.
Bekannt wurde das Schloss auch durch eine Fernsehsendungen vom MDR. Von Mai bis Juni 2005 wurde hier der TV-Film  "Abenteuer Mittelalter - Leben im 15. Jahrhundert" gedreht (Ausstrahlung Dezember 2005).

Heute am Reformationstag war Feiertag in Thüringen. Entsprechend viele Leute waren unterwegs, keine Wanderer sondern eher der Species der Sonntagsausflügler zuzurechnen. Blick auf Schloss Burgk

Grundsätzlich ist das Schloss Burgk an der Saale montags geschlossen, aber da ein Feiertag war, konnte man es besichtigen.  Leider drängte unser Wanderführer Wolfgang, da wir am Nachmittag noch gut 14 km zu laufen hatten.

So interessierte uns zunächst  mehr das Gasthaus „Zum Saaleblick“.
Auf der Terrasse war es kalt und zugig und im Inneren das Lokal "gerammelt" voll. Die Landschaft um das Schloss Burgk ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger. Nach einiger Zeit rief uns der Wirt hinein denn er hatte inzwischen einen Tisch für uns freimachen können. 

 Randweg an der Saale

An einem sonnigen Hangweg, immer wieder mit Rückblick aufs Schloss und durchwanderte Strecke stiegen wir wieder ab zur Saale (Ausgleichsbecken Burgkhammer). Unser Weg schlängelt sich direkt an der Felswand entlang, über Stege und Brücken, dann entlang am Flusslauf und hoch zur Sperrmauer des Bleilochsees.
Unser Tagesziel ist Remptendorf, etwas abseits vom See. Das Angebot der Wirtsleute, uns mit dem Auto abzuholen, ist verlockend. Wir widerstehen aber, bis auf Thomas, wegen Kniebeschwerden, die Staumauer zur Talsperre Bleiloch - mit Klaus und Hanjoanderen wanderten die fünf Kilometer am See entlang und gelangten bei einbrechender
Dunkelheit zum Gasthof „Zur Goldenen Sonne“ in
Remptendorf. 

Die Überraschung:
Seit Jahren eine rauchfreie Gaststätte. Das bringt einen unserer Wandergenossen doch arg in Schwierigkeiten. Er suchte sich einen anderen, rauchigen Ort, dort gab es aber kein Abendessen. Thomas suchte ihn und konnte ihm auch noch ein Würstchen zum Abendessen besorgen.

Unterkunft und Wanderstrecke

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Eingang zum
Schloss Burgk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick zurück auf Schloss Burgk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weg direkt entlang der Saale (Ausgleichsbecken Burgkhammer)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hanjo mit Klaus
- im Hintergrund ist die Staumauer zum Bleilochsee zu sehen.

Dienstag 01.11. Remptendorf ― Ebersdorf

Wieder ins Tal hinunter zur Bleichlochtalsperre. Der Internationale Bergwanderweg Eisenach - Budapest führt westlich am See entlang. Immer wieder konnte man auf der gegenüberliegenden Rast kurz vor der Brücke nach SaalburgSeite die Staumauer und Campingplätze erkennen.
Kurz bevor wir die Brücke zum Ort Saalburg überquerten machten wir an diesem Tag zum ersten Mal eine kurze Rast.  In Saalburg kehrten wir gleich hinter der Brücke am Marktplatz im Cafe Harmonie ein. Leider war die Bedienung unfreundlich und es gab auch nur „Tütensuppen“ zum Essen. Wir können das Café nicht weiterempfehlen.
Das Wetter verschlechterte sich an diesem Nachmittag. Nach Sonnenschein an den ersten Wandertagen erlebten wir, dass es auf Wanderungen auch regnen kann. Wir verließen Saalburg und stiegen hoch zum Ort Ebersdorf. Dieser Ort hat Mit einem Motorradfahrer bemalte Außenfassade des Hotels Zur Krone in Ebersdorf1.700 Einwohner und wurde 2003 eingemeindet zum Ort Saalburg.
Im Hotel-Gasthof „Zur Krone“ erwartete uns nicht nur ein gutes Abendessen, sondern auch Sauna und Massage. Der Wirt ist begeisterter Motorradfahrer und hat deshalb im Lokal nicht nur ein altes Motorrad ausgestellt, sondern auch die Außenfassade seines Hotels mit einem Motorradbild "verschönert".
Im Gespräch mit den Wirtsleuten erfuhren wir, dass ihre Tochter in Österreich arbeitet. Eine Tatsache, der wir öfter begegneten: Die jungen Leute „wandern“ aus, entweder in die alten Bundesländer oder auch in das deutschsprachige Ausland.
Bekannt ist Ebersdorf auch für die im Schloss untergebrachten Einrichtungen der Herrnhuter Brüdergemeine. Diese evangelische Freikirche unterhält weltweit sehr viele Altenheime, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten und auch Schulen.

Unterkunft und Wanderstrecke

Weitere Bilder

 

 

 

 

 

 

Rast vor der Brücke nach Saalburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fassade des Hotels
"Zur Krone"
Im Hintergrund Schloss Burgk

Mittwoch 02.11. Ebersdorf ― Lichtenberg

Nah dem gestrigen Regen war zunächst Sonnenschein angesagt. Erst am Nachmittag zogen erneut Wolken auf.
Von Ebersdorf wanderten wir ein kurzes Stück den gestrigen Weg zurück, bis wir gemäß der Wanderkarte wieder den Internationalen Bergwanderweg Eisenach - Budapest erreichen sollten. An einer Wegkreuzung waren Schilder über viele Wege aSchutzhütte am Heinrichssteinngezeichnet, nur fehlte der Hinweis auf unseren "EB"-Weg. Selbst die Wanderkarte half uns nicht weiter. Zum Glück trafen wir einen Waldarbeiter, der uns den richtigen Weg zeigen konnte.

Wir hatten uns verlaufen!

Vorbei ging es an der Schutzhütte und dem Aussichtspunkt Heinrichsstein mit Blick auf die Obere Saaletalsperre. Dann hinunter zuBlick vom Aussichtspunkt Heinrichsstein hinunter zur Saaler Saale bis zur Brücke nach Saaldorf. Hier an der Brück verließen wir den EB-Weg. Der EB-Weg führt westlich der Oberen Saaletalsperre zurück nach Saalburg und von dort aus nach Plauen.
Inzwischen sind wir bis in die Slowakei den Internationalen Bergwanderweg EB bzw. Europäischen Fernwanderweg E3 gewandert - jetzt fehlt uns nur noch die Strecke Saalburg - Plauen ......

Ab der Brücke ging Brücke nach Saaldorf; hier geht der Internationale Bergwanderweg EB wieder zurück nach Saalburges leider zunächst mehr als einen Kilometer an einer vielbefahrenen Straße entlang, bis wir wieder einen Wanderweg entlang der Saale erreichten.  Verschiedene Hinweisschilder machten uns darauf aufmerksam, dass hier in der Vergangenheit Bergbau betrieben wurde. Auch sah man Schachteingänge. Im Ort Harra machten wir Rast im Kaffee "Saaleblick", dem einzigen Lokal weit und breit, das an diesem Tag um die Mittagszeit geöffnet hatte. 

In Blankenstein, dem letzten Ort in Thüringen und auch End- bzw. Anfangspunkt des bekannten "Rennsteig"-Wanderwegs mussten wir erneut feststellen, dass unsere Fritsch-Wanderkarte einige Fehler aufwies.
Kurz hinter der ehemaligen Grenze zwischen DDR und Bayern kamen wir am Gasthaus Blechschmidtenhammer vorbei und dem ehemaligen Bahnhof Lichtenberg mit einigen Waggons und einer Lok. Vor dem Informationszentrum Lichtenberg machte eine Tafel darauf aufmerksam, dass hier der im Jahre 2005 markierte 517 Abschiedsessen im Gasthaus Burghotel in Lichtenberg/Bayernkm lange Frankenweg vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb beginnt.

Der Wanderweg hoch zum Ort Lichtenberg verläuft neben der Fahrstraße und endete plötzlich im Nirgendwo. Beim Hochkraxeln zur Straße wurde Hanjo vom 15 kg schweren Rucksack nach hinten gezogen, rutschte aus und schlug einen Salto. Das hätte "böse" enden können.

Aber:
Glatte Landung von Hanjo!

 

In Lichtenberg im Gasthaus Burghotel verbrachten wir unseren Herbsttour-Wanderungs-Ausklangabend  in gemütlicher Runde in dem Anlass angemessener Atmosphäre.

Unterkunft und Wanderstrecke

Weitere Bilder

 

 

 

 

 

 

 

 

Schutzhütte am Aussichtspunkt Heinrichsstein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick auf die Saale vom Aussichtspunkt Heinrichsstein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über dieser Brücke nach Saaldorf verläuft der Internationale Bergwanderweg
Eisenach-Budapest
nach Saalburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb

Wegverlauf

Informationen

 

 

 

Abschiedsessen im Gasthaus Burghotel in Lichtenberg

Donnerstag 03.11. Lichtenberg ― Naila Heidelberg

Da der Aufstieg zum Ort Lichtenberg am Vortag nicht ganz unproblematisch verlief, organisierte unser Wanderführer ein Taxi. Informationstafel zum Wandergebiet HöllentalWir fuhren die rund 2 km zurück zum ehemaligen Bahnhof Lichtenberg, dem Einstieg in das Höllental. Die Bahnlinie durch das Höllental wurde 1945  eingestellt.

Im Höllental, eigentlich ein wildromantisches Tal, durchflossen durch die Selbitz, kamen uns auf dem breiten Forstweg Lastkraftwagen entgegen. Von Romantik war an diesem Tag im Höllental nichts zu merken. Es wurde an einem neuen Radfahrweg gebaut und daher waren die LKW mit Baumaterial unterwegs.
Auch der Frankenweg verläuft durch das 4 km lange Höllental.

Entlang der Selbitz verlief unsere Wanderung auf dem neuenBahnhof von Naila Frankenweg, wir wanderten über Marxgrün bis wir gegen 11:30 Uhr Naila erreichten.

Von Naila nahmen wir den Zug nach Hof. Vor der Rückfahrt nach Heidelberg hatten wir noch etwas Zeit und gingen in die Innenstadt von Hof. Für einige Wanderkollegen war dies der erste Besuch in dieser bayrischen Stadt.
Wir verabschiedeten uns von unserem Nordlicht Hanjo, der in den Zug nach  Hamburg einstieg. Unser Zug fuhr superpünktlich ab, hielt aber aus "technischen Gründen" bereits wieder nach 50 m noch auf dem gleichen Bahnsteig. Jetzt hieß es warten. Hanjo rief uns über sein Handy an, sie mussten alle aussteigen, der Zug konnte aus "technischen Gründen" nicht fahren. Es wurden Busse für die Fahrt bereitgestellt.
Nach rund 30 Minuten Wartezeit ging es bei uns weiter nach Würzburg. Bekommen wir den Anschluss in Würzburg oder bekommen wir ihn nicht, diese Frage stellten wir uns. Aber unsere Sorge war grundlos, alle Züge in Richtung Norden hatten an diesem Nachmittag aus "technischen Gründen" zwischen 20 und 30 Minuten Verspätung.

Am Frankfurter-Flughafen kam es noch "dicker". Unser vorgesehener Zug, für den wir Platzkarten hatten, hatte aus "technischen Gründen" 2 Stunden Verspätung. Das erinnerte mich an die Werbeaussage der Bahn: "Alle reden vom Wetter - wir nur von Verspätungen".
Wir erwischen aber noch einen anderen, vollkommen überfüllten ICE und erreichten  gegen 20.00 Uhr Heidelberg.

Ende gut - alles gut!

Damit haben wir 2005 die Strecke Heidelberg Budapest  bis  Žilina  (Slowakei) nahezu nahtlos erwandert.

Entnommen von: www.klaus-dieter-frohn.de Danke!

                                         

Weitere Bilder

 

 

 

Hinweistafel am ehemaligen Bahnhof Lichtenberg zum Wandergebiet Höllental

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bahnhof von Naila