Wanderbericht Rothaarsteig

8. Etappe: Von  Wasserscheide zur Fuchskaute

erstellt von Felix und Wolfgang - Bilder von der Wandergruppe

 

Donnerstag, 13.08 Würgendorf OT. Wasserscheide  Fuchskaute

 

Würgendorf OT. Wasserscheide 429 m 0,0 km – ND Großer Stein 546 m 5,4 km   Lützeln 460 m 7,2  km – Kaolin- Grube 545 m 9,7 km – Liebenscheid 540 m 12,0  km – Weißenberg 570 m  14,5 km – Ketzerstein  610 m 15,1 km – Fuchskaute 657 m 19,3 km

 

Im Land der Windräder und Dörfer ohne Kneipen

Im Westerwald erwartete uns eine ganz andere Landschaft: Offene Weideflächen mit kleinen Hügeln und nur wenig Waldflächen prägen die Landschaft. Ackerbau war nirgends festzustellen, dazu ist es hier sicherlich zu kalt. Selbst auf den Weideflächen waren Rinder und Pferde nur selten anzutreffen.

Heute mussten wir mehrere kleine Dörfer durchwandern.

"Nehmt Euch nicht zu viel zum Trinken und Essen mit", war der Rat unseres Wanderführers Wolfgang.  Wir hätten nicht auf ihn hören sollen!
In keinem Dorf  fanden wir ein Lebensmittelgeschäft, von einer Gaststätte ganz zu schweigen.
"Das findet Ihr alles drüben in Hessen" hat uns die Briefträgerin mit einer Handbewegung in Richtung Süden mitgeteilt. Aber nach Hessen wollten wir erst am nächsten Tag wandern.

Nach 1 1/2 Stunden erreichten wir den ersten Höhepunkt, die Naturwaldzelle "Großer Stein". Ursprünglich waren es große Basaltblöcke aus einem Vulkanausbruch vor 20 Mio. Jahren.
Sie verwitterten mit der Zeit und heute sehen die Basaltsteine wie eine Schutthalde  aus.

Das Ganze erinnerte uns an das Felsenmeer im Odenwald, nur sind dort die Basaltblöcke nicht so stark zerbröselt  Die  Römer konnten sie deshalb  als Baumaterial verwenden. Auch um den "Großen Stein" gibt es die Sage mit den Riesen, die sich mit den Basaltblöcken kegelten. Eine ähnliche Sage besteht über das Felsenmeer.

Bald sollten wir ein weiteres Naturdenkmal bei dem Ort Liebenscheid-Weißenberg erreichen, den "Ketzerstein". Es handelt sich um einen erkalteten Lavastrom, der eventuell von den Germanen als Opferstein genutzt wurde. Auf einer Hinweistafel stand, dass das Gestein sehr eisenhaltig sei und daher eine Kompassnadel beeinflusst würde. 

Informiert wurden wir auf Schautafeln auch darüber, dass das Wort Ketzerstein sich von dem Wort "Katze" herleitet. Damit wurde im Mittelalter ein Grenzübergang bezeichnet. Wer hätte das gedacht?

 

Kaum hatten wir den Ketzerstein passiert, sahen wir auch schon die für den Hohen Westerwald inzwischen so typischen Windkraftanlagen.
Betreiber ist die Firma Fuhrländer AG, die auch die Gastwirtschaft Fuchskaute führt.
Das Unternehmen musste aber im Jahre 2012 Insolvenz anmelden und wurde ein Jahr später (2013)  aufgelöst.
 

 

Aber auch jetzt schon kann sich das Konzept für die Gaststätte sehen lassen.
In der "Fuchskauten-Scheune" wird ein Buffet angeboten, das an jedem Abend unter einem anderen Motto steht.

Ferner finden in dieser Scheune: Konzerte, Vorlesungen, Theateraufführungen.

 

Nachdem die Muttergesellschaft, die Firma Fuhrländer AG, Insolvenz angemeldet hatte, musste auch das Hotel und Restaurant "Fuchskaute" im Frühjahr 2015 Insolvenz anmelden.  Der Insolvenzverwalter hat jedoch einen neuen Investor gefunden und man ist zuversichtlich, dass das Hotel und die Gaststätte weitergeführt werden kann (Stand Juni 2015).

Fuchskaute
56479 Willingen
(Rheinland Pfalz)

Gasthof mit nur wenigen Unterkünften. Nur einige Zimmer sind mit Nasszellen ausgestattet, hellhöriges Haus.
Bekanntes Ausflugsziel im Westerwald. Restaurant wird wegen preiswerten Buffets abends sehr zahlreich besucht.

 

 

Neugierig werden wir beobachtet

Pferde und Rinder auf einer Weide findet man wenig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturwaldzelle
"Großer Stein" 
bei Holzhausen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ketzerstein

in der Nähe der Fuchskaute

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Windkraftanlagen
im Hohen Westerwald

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fuchskauten-Scheune

 

 

 

 

  9.  Etappe auf dem Rothaarsteig:  Fuchskaute zum Haiger Bahnhof

 

  7. Etappe auf dem Rothaarsteig:  Von der Lahnquelle bis Wasserscheide