Krivánska Malá Fatra (Nördliche Mala Fatra), Slowakei

 

 

 

 

 Wanderbericht Slowakei Etappe 5 Wandersymbol für Wanderberichte

Durch den Pieninen-Nationalpark bis zur Zips

Im Jahre 2007 auf dem Weitwanderweg in Richtung Budapest - aufgezeichnet von Felix

 

Donnerstag 23.08.23.08.
Ždiar (Morgenröthe)  Spišská Stará Ves (Zipser Altendorf)(Zipser Altendorf)

Dorfpanorama, Heidelbeerteppiche,
 Sturm und ein Wellnesshotel

Leider war das kleine Bauernmuseum an diesem Morgen geschlossen und in den beiden Einkaufslädchen von Ždiar war weder Mineralwasser noch Obst für die sechsstündige Tageswanderung erhältlich. Bei Ort Zdiar mit den 2 markanten Bergen der Belaer Tatra, der Havran 2.151 m und Zdiarska vidla 2.142 mbedecktem Himmel, aber ohne Regen, marschierten wir zunächst 2 km durch das Dorf. Noch einmal bewunderten wir die goralische Kunst an einigen Häusern. Dann begann ein lang gezogener einstündiger Aufstieg am Nordhang des Ortes in die Spišská Magura mit ihren berühmten „Heidelbeerteppichen“. Während des 300 m steilen Anstiegs bot sich ein traumhafter Blick auf Ždiar mit den großen umliegenden Bergwiesen und auf die beiden gegenüber liegenden Hausberge Havran (RabensteinRabenstein) 2.152 m und Ždiarska vidla (GreinerGreiner) 2.142 m. Einzelne Kühe und Schafe, Kartoffelfelder sowie getrocknetes Heu, um Stangen aufgeschichtet, vervollständigten die malerische Kulisse.
Kurz vor der Bergkuppee Magurkaa(1.193 m) nahm uns dichterr
Der höchste Gipfel der Belaer Tatra, der Havran 2.151 m und den zweithöchsten Gipfel, der Zdiarske vidla 2.142 mFichtenwald auf. Oben ging es dann auf einem bequemen Waldweg weiter. Teilweise wurde der Weg zu einem schmalen Pfad. Rechts und links waren jetzt auch viele Heidelbeersträucher zu sehen, jedoch waren im Gegensatz zu den Jahren zuvor nur wenige der köstlichen Früchte zu sehen. Neueste Forschungen ergaben sogar, dass Heidelbeeren durch den Stoff Polyphenol Alzheimer vorbeugen. Die Heidelbeerernte muss jedoch dieses Jahr so schlecht gewesen sein, dass wir in Hotels und Restaurants Heidelbeeren als Nachtisch auf der Speisekarte vergeblich suchten.Die Heidelbeerernte muss jedoch dieses Jahr so schlecht gewesen sein, dass wir in Hotels und Restaurants Heidelbeeren als Nachtisch auf der Speisekarte vergeblich suchten.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

 

 

 

Die beiden Hausberge von Ždiar: Havrann (Rabenstein) 2.152 und Ždiarskaa vidlavidla (Greiner)2.142 mm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Kammweg hat man Aussicht auf die Berge der BelianskeBelianske TatryTatry (BelaerBelaerTatra))

Kurz nachdem wir wieder einer älteren Pilzsammlerin mit einem großen Korb mit Stein-, Birkenpilzen und Maronen begegnet waren, trafen wir auf eine durch Sturmholz entstandene große Lichtung. Kein Wanderzeichen war mehr zu entdecken. Erst nach einer dreiviertel Stunde vergeblicher Suche nach dem richtigen Weg hatte wieder einmal unser Wanderführer die richtige Spürnase. Die schweißtreibende Anstrengung mit weiten erfolglosen An- und Abstiegen zwang uns bald darauf zu einer ausgiebigen Mittagsrast am Wind abgewandten Waldrand. Weiter ging es dann auf einem fastKurz nachdem wir wieder einer älteren Pilzsammlerin mit einem großen Korb mit Stein-, Birkenpilzen und Maronen begegnet waren, trafen wir auf eine durch Sturmholz entstandene große Lichtung. Kein Wanderzeichen war mehr zu entdecken. Erst nach einer dreiviertel Stunde vergeblicher Suche nach dem richtigen Weg hatte wieder einmal unser Wanderführer die richtige Spürnase. Die schweißtreibende Anstrengung mit weiten erfolglosen An- und Abstiegen zwang uns bald darauf zu einer ausgiebigen Mittagsrast am Wind abgewandten Waldrand. Weiter ging es dann auf einem fast Die Waldschäden sind in der Zipser Magura durch den Orkan 2004 beträchtlich.baumlosen Hangsattel entlang. Hier hatte der Orkan von 2004 ganze Arbeit geleistet. Das Holz war schon abtransportiert, zahlreiche Baumstümpfe ragten aus den kahlen Abhängen links und rechts hervor. Eine Planierraupe schob Wurzelstümpfe zusammen. Ein heftiger Sturm hatte mittlerweile eingesetzt und es pfiff auf dem Höhenweg gewaltig. Belohnt wurden wir jedoch durch die hervorragende Fernsicht. Hinten sah man das Tatramassiv, vor uns die Zipser Maguramit Tälern und kleinen Orten, bis zumm Trzyy Koronyy((Dreikronenberg) in Polen reichte der Blickk.Schäden durch den Orkan Quimburga im Jahre 2004 waren auch 2007 noch nicht beseitigt
Zwei größere Feuer weiter unten, offensichtlich wurden Äste und Baumwurzeln verbrannt, zwangen uns oben ca. 200 m die stark rauchgeschwängerte Luft einzuatmen. Allmählich führte der Weg, nun wieder im Fichtenwald, sanft abwärts. In Regenpfützen waren Kaulquappen und Rotwildspuren. Sogar eine kleine Kreuzotter entdeckten wir.

Nach einem kurzen Abstieg gelangten wir am Magurské sedlo auf eine Teerstraße mit Bushaltestelle und schon zehn Minuten später saßen wir im Bus nacheine Teerstraße mit Bushaltestelle und schon zehn Minuten später saßen wir im Bus nach Spišská Stará Ves (Zipser Altendorf). Dort gingen wir noch 1,5 km auf einer Teerstraße vom Busbahnhof bis zum außerhalb des Ortes gelegenen Hotels Eland. Hier erwartete uns ein gepflegtes gehobenes Ambiente. Zunächst nutzten wir das Hallenbad mit einem Eingang zum Hotel Eland am Ortsrand von Spisska Stara VesWarmwasserbecken und Warmwasserdüsen. Tennisplätze, Spielplätze und Holzhütten zum Übernachten stehen zur Verfügung.
Auf einer schönen Terrasse mit Rasen erhielten wir ein vorzügliches Abendessen. Junge Slowaken feierten an den Nachbartischen. Sie prosteten uns zu und auch wir genossen bei einem guten Glas Rotwein den Abend.
 
Wer erhält welche Rechnung an unserem Tisch? Der Kellner wusste es jedenfalls nicht mehr, was allgemeine Heiterkeit auslöste. Spät nachts um 1:00 Uhr zwang uns dann noch ein heftiges Gewitter Wanderschuhe und Strümpfe ins Trockene zu holen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Orkan "Quimburgaa" hatte 19.11.2004 große Waldgebiete zerstört

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch im Sommer 2007 war man dabei die Sturmschäden zu beseitigen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wellness war im Hotel Eland
angesagt

Freitag 24.08.
Pieninský Národný Park (Pieninen – Nationalpark)

Flößer, polnische Riviera
 und ein Canyon

Heißes und damit ideales Wetter für eine Floßfahrt.
Kurz nach acht Uhr fuhr uns die Inhaberin des Hotels Eland mit einem Kleinbus zur Floßanlegestelle an den Dunajec, etwas stromaufwärts von
Červený Kláštor (Rotes Kloster). Der Dunajec (Dunajetz) bildet ca. 17 km die Grenze zwischen der Slowakei und Polen. Genau in der Flussmitte verläuft die Grenze.
An der Anlegestelle lagen 10 Flöße. Sie bestehen aus fünf schmalen, langen ausgehöhlten bootsähnlichen „Trögen“, die am Bug und am
Vor dem Ort Cerveny Klastor werden die Boote zusammengestelltHeck mit Seilen verbunden werden und auf diese Weise das Floß bilden. Die slowakischen Flößer sind in einer goralischen Tracht mit bunt bestickter Weste und einem schwarzen Hut gekleidet. Sie benutzen keine Paddel, sondern Stangen zum Staken. Einer steht am Ruder am Heck und der andere vorne am Bug. Insgesamt sind 14-16 Personen auf dem Floß. Der Fluss war etwa 40-70 cm tief, wobei sich flachere und tiefere sowie langsame und schnellere Wasserbereiche abwechseln. Ängstlichkeit ist fehl am Platze, zumal, wie sich schnell zeigen sollte, die Flößer ihr Handwerk verstehen. Schon als wir noch am Ufer standen, tauchten auf dem Fluss plötzlich voll besetzte polnische Flöße auf. Rasch war auch durch zwei Busse die Zahl der Wartenden an unserem Abfahrtsplatz auf etwa 70 angewachsen.Der Dunajec (Dunajetz) wird sowohl von polnischen als auch slowakischen Flößen befahren Gleich darauf erfolgten die Zuteilung zu den Flößen.
Mit wenigem gekonnten Staken waren wir in der Flussmitte, wo das Floß von der Strömung mitgerissen wurde. Vor uns und hinter uns waren sowohl polnische als auch slowakische Flöße, erkennbar an den unterschiedlichen Trachten der Flößer. Während sich die Fahrgäste häufig zuwinkten und grüßten, fiel auf, dass zwischen den polnischen und slowakischen Flößern keine Worte oder Begrüßungsgesten gewechselt wurden.

 

Auch Flöße aus Polen befahren den Fluss Dunajec (Dunajetz)Leider war die Führung auf unserem Floß nur auf Slowakisch. Schon nach 10 Minuten war Červený Kláštor erreicht. Eine mit EU-Mitteln finanzierte Fußgänger- und Fahrradbrücke verbindet hier Polen mit der Slowakei. 
Wenig später waren besonders viele Badeurlauber am Ufer, im Wasser und auf einer Liegewiese. Unser Führer bezeichnete dieses Teilstück als die „polnische Riviera“. Einzelne Felsbrocken ragten in Ufernähe aus dem Wasser. Möwen lauerten hier auf Beute. Sogar einen Schwarzstorch konnten wir an einer Bacheinmündung entdecken. Anscheinend findet er hier noch ausreichende Lebensbedingungen vor.
Der Berg Tri Koruny (slow.)bzw. Trzy Korony (poln.) - Dreikronenberg - ist bereits auf polnischem Staatsgebiet

Vor uns zeigten sich auf der polnischen Seite drei markante hohe Felsspitzen, die Tri Koruny (Dreikronenbergg) 982 m und etwas später die sieben Mönche.
Als eine einsame ältere Holzvilla in schöner Aussichtslage am linken Ufer auftauchte, behauptete der Floßführer, hier hätte Adolf Hitler und Eva Braun einmal übernachtet.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderungg

 

Übersichtskarte Pieninský Národný Park

(Pieninen – Nationalpark)

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor ČervenýČervený Kláštor werden die Flöße zusammenmontiert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 90 minütige Floßfahrt auf dem Dunajec (Dunajetz) kann beginnen!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir waren an diesem Tag auf dem Fluss Dunajec nicht allein unterwegs

 

 

 

Legende von den 7 liebestollen Mönche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tri Koruny (Dreikronenberg)ist auf polnischem Gebiet

 

Bilder von der Wanderung auf polnischer Seite

Kalksteinwände sind vor allem auf polnischem Gebiet entlang des Dunajec (Dunajetz) zu sehenDer Dunajec verlässt hier das flache Gelände und kurz darauf fließt er durch einen der größten Canyons in Mitteleuropa. Rechts und links bilden felsige Steilhänge das Ufer. Rechts verläuft jedoch noch neben dem Fluss eine Fahrstraße, auf der Radfahrer, Fußgänger unterwegs waren. Gruppen von Stockenten näherten sich beim Vorbeifahren den Flößen, um etwas Essbares zu ergattern. Gelegentlich geriet das Floß in schnelleres Wasser, Wasserspritzer und überschwappendes Wasser sorgten für Gaudi. Nach etwas mehr als 9 km erreichten wir die Anlegestelle in der Nähe des Ortes Lesnica. Direkt am Ufer befindet sich ein Wachhäuschen und zwei Grenzbeamte kontrollieren die Personalausweise von Grenzgängern.
Am Ende des Dunajec-Canyons war ein Grenzübergang zwischen Polen und der Slowakei. Ein Bild mit Seltenheitswert.Eines nach dem anderen legten die slowakischen Flöße am Ufer an, die polnischen fuhren weiter abwärts nach Polen hinein.
Eine Gruppe Zweierkajaks erreichte jetzt auch ihr Ziel, wobei ein Kajak umkippte und die beiden nun nassen Insassen durch das schadenfrohe Gelächter der Zuschauer doppelt bestraft waren..

Wer wollte, konnte jetzt auch mit bunten Pferdekutschen RichtungWer wollte, konnte jetzt auch mit bunten Pferdekutschen Richtung Lesnica (Leschnitz) weiterfahren. Kurz vor dem Ort erwarten den Touristen Feststimmung in Restaurants mit Spießbraten und Kesselgulasch am offenen Feuer und jede Menge Souvenirläden. Vier junge Musiker, in Goralen-Tracht gekleidet, heizten die Stimmung mit volkstümlicher Musik immer wieder an. Wir zogen es vor, dem Trubel zu entfliehen und aßen gemütlich in einer kleinen Gaststätte in Lesnica (Leschnitz) zu Mittag. Das sonnige 25 ° C warme Wetter war auch für den Rückweg, eine zweistündige Wanderung, ideal. Anfangs ging es steil hinauf auf einen bewaldeten Höhenrücken. Das schöne Wetter hatte auch Der Dreikronenberg vom Wanderweg oberhalb des Flusses aus gesehenzahlreiche andere Wanderer in die Natur gelockt. Leicht abwärts marschierten wir dann in einem Buchenwald weiter. Immer wieder gab es schöne Ausblicke, vor allem auch in den Dunajec-Canyon. Sogar die besetzten Flöße waren zu sehen. Über einen Serpentinenpfad gelangten wir dann an eine Fahrstraße und  nach einem Kilometer war unser Ziel, das Červený Kláštor (Rote Kloster) erreicht,das Kloster besitzt rote Ziegel, daher der Name..

Mit dem Linienbus fuhren wir nach der Klosterbesichtigung ins HotelMit dem Linienbus fuhren wir nach der Klosterbesichtigung ins Hotel Elanddzurück. Hier genossen wir wieder das gehobene Ambiente und die Annehmlichkeiten des guten Hotels.

 

 

Einer der größten Canyons in Mitteleuropa:
Der
Canyon-Dunajec

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Bild aus vergangenen Zeiten (Sommer 2007): polnische Grenzkontrolle am Fluss Dunajetz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg von Lesnica zum Červený Kláštor (Roten Kloster)

Samstag 25.08.
Spišská Stará Ves (Zipser Altendorf) Vyšné Ružbachy (Oberrauschenbach)

Versteckte Wildererpfade, ein 6-Kilometerschritt
und Diskolärm die ganze Nacht

Auch heute war uns Petrus wieder hold. Warmes, trockenes Wetter mit guter Fernsicht.
 
Beste Bedingungen für die bevorstehende geplante 6-stündigen Wanderung. Nachdem wir uns mit Proviant versorgt hatten, fuhren wir mit dem Linienbus bis zum Magurské sedlo (Auf der Huhl) 949 m.
Am Magurske sedlo setzten wir unsere Wanderung auf dem Kammweg fortAn einem großen Holzkreuz machten wir ein Gruppenbild und liefen dann auf einem geteerten Weg ca. 40 Minuten abwärts. Es herrschte ausgezeichnete Fernsicht auf das waldreiche Umland. Am Sedlo Toporecké angelangt, ging es gleich darauf etwa 30 Minuten einen verschlammten Pfad hinauf zum Gipfel des  Kameniarka (935 m). Oben auf der Hochfläche war weder rechts noch links noch geradeaus ein Wanderzeichen zu entdecken. Wir entschieden uns für den Weg abwärts, mussten aber nach 1 km feststellen – da immer noch kein Wanderzeichen zu sehen war - dass wir uns verlaufen hatten. Wieder zurück, hinauf zum Kameniarka, war die einzige sinnvolle Fortsetzung. Oben blieb die Suche nach allen Richtungen wiederum erfolglos. Mit Büschen völlig zugewachsene Pfade konnten nicht die richtige Strecke sein. So blieb uns nur noch der Schlammpfad hinunter, den wir schon herauf gewandert waren.
Ziemlich weit unten führte ein schmaler Querweg nach links. Hier vermuteten wir jetzt die richtige Richtung. Bald trafen wir auf zwei Männer mit zwei Buben, die Holz abseits vom Weg auf einen alten
Harald auf dem Kammweg der Zipser Magura russischen LKW luden. Einer der Männer versuchte 10 Minuten lang, er sprach nur Slowakisch, uns den richtigen Weg zu erklären. Klar wurde nur, dass wir wieder zurück mussten. Erneut standen wir 20 Minuten später wieder auf dem Berg Kameniarka. Hier versuchten wir links unser Glück.
Etwa zwei Kilometer kämpften wir uns im dichten Fichten- und Buchengebüsch voran. Keiner glaubte mehr an die Möglichkeit, den richtigen Weg zu finden. Da rief Harald auf einmal, er habe das blau-weiße Wanderzeichen wieder gefunden. Und tatsächlich von links unten führte der richtige Wanderpfad herauf. Wir hätten viel weiter unten links beim Aufstieg abbiegen müssen. 1,5 Std. waren wir auf den falschen Wegen unterwegs gewesen.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

Die Region Zips

 

 

 

 

 

Gruppenbild am Magurské sedlo. Hier setzten wir unsere Wanderung auf dem Kammweg fort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Scout Harald hatte das Wanderzeichen wieder gefunden

Auch die weiteren teilweise sehr engen und mit umgestürzten Bäumen versperrten Pfade erforderten alle Aufmerksamkeit. Trotzdem gönnten wir uns eine halbstündige Rast. Gut erholt marschierten wir weiter auf zugewachsenen Pfaden durch dichtestes Gebüsch und über Bergwiesen. Mehrfach flüchteten Rehe vor uns. An einigen Abzweigungen fehlten wiederum die blau-weißen Wanderzeichen. Kurz vor Vysne Ruzbachy begegneten uns Brombeer-SammlerinnenZeitaufwendiges Suchen war die Folge.
Mitten im tiefsten Brombeergestrüpp erschreckten uns zwei Brombeersammlerinnen. Zwei große Eimer hatten sie bereits voll gesammelt. An einer großen Wegkreuzung erwartete uns ein weiterer Schrecken. Noch 2,5 Std. zeigte ein Wegzeichen bis zu unserem Tagesziel
Vyšné Ružbachy
(Ober-Rauschenbach)  an, und es war mittlerweile schon 16:30 Uhr. Automatisch beschleunigte jeder seinen Schritt.  Schon nach einer weiteren dreiviertel Stunde sahen wir die ersten Häuser außerhalb von Vyšné Ružbachy (Ober-Rauschenbach). Der Kratersee in Vysne Ruzbachy (Oberrauschenbach) hat 23 Grad warmes WasserHier genossen wir nach den Tagesstrapazen 8,5 Std. waren wir heute auf Schusters Rappen unterwegs an einem Kiosk neben einem großen Schwimmbad ein Bier.
Vyšné
Ružbachy ist Kur- und Heilbad. Große Hotels mit gepflegten Parks erwarten den Kurgast. Übernachtet wurde im Hotel Travertin I im vierten Stock. Abends machten wir einen Bummel ins Dorf. Ein natürlicher Kratersee zählt mit zu den Hauptattraktionen des Ortes.

 
Wir kehrten in eine Koliba ein. Einem dicken betrunkenen Mann halfen wir wieder auf die Beine.Eine slowakische Volksmusikgruppe in der Koliba in Vysne Ruzbachy (Oberrauschenbach)
Vier junge Musiker (2 Geiger, 1 Akkordeon- und 1 Kontrabassspieler) spielten und sangen slowakische Volkslieder. Speziell für uns an unserem Tisch erklang „Trink, trink Brüderlein trink"…“und „Kalinka“.

Nur mit Ohrenstöpseln von Dirk konnten wir dann später im Hotel einschlafen.
Im "Kurort" Oberrauschenbach rauschten uns vom presslufthammermäßigen Sound der Techno-Musik bis morgens früh die Ohren. Der ganze Kurort wurde dadurch terrorisiert. Unglaublich in einem Kurort, wo Ruhe und Erholung von den Kurgästen erwartet wird. Doch die Kurgäste waren sehr leidensfähig; am nächsten Morgen kurz von 8:00 Uhr standen schon wieder die Scharen übernächtigter Leidensgenossen vollzählig vor dem "Weißen Haus" an, um das Frühstücksbuffet zu stürmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brombeer-Sammlerinnen auf dem Kammweg nach Vyšné Ružbachy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Attraktion in  Vyšné Ružbachy (Oberrauschenbach)
-> der Travertínové jazierko Kráter (Kratersee)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine slowakische Musikgruppe unterhielt die Gäste in der Koliba

Sonntag 26.08.
Vyšné Ružbachy (Oberrauschenbach) Stará Ľubovňa (Alt-Lublau)

Versteckte Kronjuwelen, Plattenbauten
und die Perle der Zips

Bereits 45 Minuten nach dem umfangreichen Frühstücksbuffet fuhren wir mit dem Bus ins 4 km entfernte Nižné Ružbachy (Unterrauschenbach). Vorbei an einer großen Kirche, der Gottesdienst war gerade zu Ende und zahlreiche Kirchenbesucher standen noch in Gruppen zusammen.
Wir marschierten zügig zum Ortsausgang. Ein kleines Stück ging es hier dann am Fluss Poprad entlang. Zwei Fischer hatten hier schon ihre Angeln ausgeworfen. Stockenten und ein Fischreiher suchten Beute im Uferbereich. Kurz darauf führte uns das rote Wanderzeichen über die Flussbrücke. Durch Wiesen und Felder erreichten wir nach 2 Kilometern Fichten- und Tannenwald. Hier liefen wir auf einer sanft ansteigenden Teerstraße hinauf zum 883 m hohen Kotník.

 
An dem Rundfunk- und Fernsehsendemast am Berg Kotník gönnten wir uns dann die erste Pause. Ich war nass geschwitzt und wechselte das Unterhemd. Bei dem sonnigen Wetter erwies sich der jetzt waagrecht verlaufende Kammweg als sehr bequem zu laufen und erinnerte an Touren im Odenwald. Immer wieder ergaben sich schöne Ausblicke auf Täler und Berge der Umgebung.
Aussichtsreicher Kammweg kurz vor Stara Lubovna (Alt-Lublau)Auch den verlockenden Brombeeren direkt am Wegesrand konnte keiner von uns widerstehen. Etwa eine halbe Stunde lang genossen wir immer wieder die köstlichen Früchte. Sie hingen so hoch am Strauch, dass sie von einem Fuchs nicht erreicht werden konnten.
Gelegentlich begegneten wir auch einheimischen Wanderern, die ebenfalls Brombeeren zu schätzen wissen. Hinter einer großen Wiese und einem einsamen Haus gelangten wir an eine große Wegekreuzung (Patria 868 m). 40 Minuten später bot sich uns vom Waldrand aus ein überwältigender Blick auf einen Talkessel mit der Stadt
Stará Ľubovňa
(Alt-Lublau) und auf die umliegenden Felder, Wiesen und Waldgebiete. Direkt oberhalb der Stadt Stará Ľubovňa,
Die Burg von Stara Lubnova (Alt-Lublau) wurde zur Absicherung der ungarischen Nordgrenze im 13. Jh. gebaut uns gegenüber, war die gut erhaltene Burg Hrad Ľubovňa (1302 – 1308) auf einem Felsen über dem Fluss Poprad gelegen, zu sehen. Die Burg diente als Sicherung der nördlichen Grenze Ungarns. Der Ungarnkönig Sigismund von Luxemburg war finanziell in Schwierigkeiten und lieh sich 1412 Geld vom polnischen Herrscher Wladislaw II. Als Sicherheit wurden die Stadt und die Burg für 370 Jahre an Polen verpfändet.
 
1655-1667 waren in der Grenzfestung die polnischen Kronjuwelen versteckt, da die Schweden Polen besetzt hielten.
 
Eine halbe Stunde lang genossen wir die schöne Aussicht, bevor es abwärts über Wiesen und an Feldrändern entlang weiterging. Hinter einem kleinen Wald tauchten bald darauf „Chatas“ mit schön angelegten Gärten auf. Chatas, gesprochen mit kehligem „ch“-Laut, sind Wochenendhäuschen, aus Holz gebaut. Jeder Stadtbewohner hätte gerne eine und wer eine besitzt, flüchtet am Wochenende oder im Sommer dorthin.
Stara Lubnova (Alt-Lublau) wird von einem unschönen Neubaugebiet verschandeltJetzt, am Rande der Stadt, bot sich aber auch ein wenig ästhetischer Anblick auf Plattenbauten. In der Slowakei sind sie ein gewohnter Anblick an der Peripherie der Städte. Um nach dem zweiten Weltkrieg möglichst schnell Wohnraum zu schaffen, wurden in der damaligen Tschechoslowakei 92 % aller Staats- und Genossenschaftswohnungen in dieser äußerlich eintönigen Bauweise errichtet. In Žilina gibt es sogar heute noch einen Betrieb, der die Platten produziert. Auch die zwei größten Arbeitgeber der Stadt, auf meine Nachfrage später im Bus sagte ein Mann, es seien ein Schrauben- und ein Maschinenhersteller, sind hier in der Nachbarschaft der Plattenbauten angesiedelt. Zwei große Schornsteine älterer Bauart überragen sogar noch die Plattenhochhäuser.

 
Nach einem Kilometer war die Plattenbausiedlung durchquert und wir gelangten in die Innenstadt mit relativ wenig Verkehr. In einem Eiscafé gönnten wir uns eine Portion Eis. Eine Kugel kostete 6 skr (18 cts) und war damit für uns sehr preiswert, aber dennoch geschmacklich sehr gut. In einem nahe gelegenen Park mit Bäumen, Bänken und einem großen Springbrunnen ruhten wir uns noch eine weitere Stunde aus. Zur vollen Stunde erklang von einem Kirchturm ein Glockenspiel. Zwei kleinen Romamädchen spendierte ich ein Eis.
 
20 Minuten dauerte später der Weitermarsch zur Bushaltestelle am Bahnhof. Der Bus war gerammelt voll und wir waren froh, als wir nach einer halben Stunde Fahrt am Poprader Bahnhof ausstiegen. Poprad (
Deutschendorf) ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt. Neben der Eisenbahn fahren auch noch über 36 Busse von den Haltestellen des Busbahnhofs zu allen größeren Städten des Landes. Während unseres Aufenthalts am Busbahnhof sah ich zwei Romajungen Plastikflaschen aus den Müllkübeln sammeln.

 
Hotel Arkada in Levoca - direkt am Hauptplatz gelegenUnser nächstes Fahrtziel war die Perle der Zips: Levoča (Leutschau), eine der unbestritten schönsten Städte der Zips und der Slowakei. Die heutige Kleinstadt bietet dem Besucher eine Vielzahl an kunsthistorischen Schätzen. Mittelpunkt der Stadt ist der Námestie Majstra Pavla (Meister-Paul-Platz), nach dem berühmtesten Künstler der Region benannt.
Blickfang sind hier das Rathaus, die mächtige St. Jakobs-Kirche, die evangelische Kirche und ein kleiner Park. Eingerahmt wird der Platz von zahlreichen Adels- und Bürgerhäusern. Wir übernachteten in dem empfehlenswerten Hotel „ARKÁDA“, das direkt am zentralen Platz steht. Früher war in dem Gebäude die Druckerei der Gebrüder Brewer und 1685 wurde hier in vier Sprachen das berühmte Werk des Pädagogen Comenius „
Orbis pictus“ (Illustrierte Welt) gedruckt.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

 

Die Region Zips

 

 

 

Bilder von der Wanderung auf polnischer Seite

 

 

 

 

 

 

 

Von Nižné Ružbachy bis Stará Ľubovňa ein "Traumweg" mit tollen Aussichten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hrad Ľubovňa diente der Sicherung der Nordgrenze Ungarns

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Plattenbauten von Stará Ľubovňa grüßen in der Ferne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eingangsschild zum Hotel Arkáda in Levoča (Leutschau)

Fortsetzung 6 Teil des Berichts:
Slowakisches Paradies und Zipser Burg

 

4. Teil des Wanderberichts:
Hohe Tatra auf der Tatranská magistrála

 

 

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