Wanderung durch Polen auf dem Beskiden-Hauptweg

 

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Wanderung um Krościenko nad Dunajcem

(7) Auf den Trzy Korony, Floßfahrt Dunajetz und Homole-Schlucht  

Im Jahre 2013 unterwegs auf dem  Główny Szlak Beskidzki (Beskiden-Hauptweg)
 aufgezeichnet von Harald, Felix und Wolfgang 

Sonntag 18.08. Wanderung auf den Trzy Korony (Drei Kronenberg)

 

Krościenko — Bańków Gronik 678 m 0:45 h — Pieniński Potok 678 m 0:05 h Przełęcz Szopka 779 m 0:25 h Trzy Korony 982 m 0:45 h Polana Kosarzyska 824 m 0:45 h — Zamek Pieninski  0:15 h — Bańków Gronik 678 m 0:45 h — Burzana 724 m — Czertezik 772 m — Przełęcz Sosnów 655 m  0:15 h Krościenko 1:00 h      13 km 5 h

 

Knabenchor, Drei-Kronen-Berg und die Heilige Kinga

 

Die 20 talentiertesten Fußballspieler im Alter von 8 bis 10 Jahren aus der Stadt Tarnów (Tarnau) hatten in unserer Pension ihr Quartier aufgeschlagen.

Ein vielstimmiger Knabenchor begrüßte uns jeden Morgen zum Frühstück mit einem „Guten Morgen“ gefolgt  von einem „Guten Appetit“

Besonders „Polonia“ Dortmund war bei den Jugendlichen sehr beliebt und alle wollten ihrem großen Vorbild Robert Lewandowski nacheifern.

 

 

Krościenko nad Dunajcem mit seinen 4.500 Einwohnern ist das Zentrum des Pieninen-Gebirges.
Der Trzy Korony (Kronenberg) mit seinen 982 m wird als der schönste Berg Polens bezeichnet und es war deshalb für uns ein „Muss“, ihn zu besteigen.

Mit uns machte sich ein nicht enden wollender Wanderschwarm auf den Weg zum Gipfel. Es waren in erster Linie Eltern mit ihren Kindern (im August sind traditionell in Polen Sommerferien) und ein jüngeres Publikum unterwegs zum Gipfel. Die Generation 55+ war außer uns kaum vertreten.

 

Zunächst geht der Weg ziemlich steil nach oben.

An einer Abzweigung – jeder Wanderer muss an dieser Stelle vorbei – verkaufte eine Bäuerin selbstgemachte Buttermilch, Pflaumenkompott (mit sehr viel Flüssigkeit), geräucherten Schafskäse und geräucherten Ziegenkäse (Oszczypek).

Am Przełęcz Szopka (Pass) konnten wir erneut das Massiv der Hohen Tatra sehen.

Nach 2 Stunden Wanderung und einem Aufstieg von 560 m standen wir am Kassenhäuschen vor dem Gipfel des Trzy Korony (Kronenbergs)

Zum Betreten des Gipfels muss man eine Gebühr  entrichten. Über stählerne Treppen und Leitern und Gänge – getrennt für Auf- und Abstiege – erreichten wir in wenigen Minuten den Gipfel.
Auf der Aussichtskanzel auf einer Höhe von 982 m drängten sich die Besucher, so dass wir nach wenigen Fotos  das Weite suchten.

Der Fluss Dunajec (Dunajetz) mit seinen unzähligen Flößen und Booten war gut zu erkennen. Auch das Rote Kloster lag unter uns. Eine Legende berichtet, dass „Bruder Cyprianus“ vom Roten Kloster aus mit einer Flugmaschine über den Trzy Korony (Drei Kronenberg) flog und anschließend in der Hohen Tatra am Bergsee Morskie Oko (Fischsee) abstürzte

 

Zum Rückweg wählten wir den blau markierten Wanderweg, der über das Zamek Pieninski führt. Bekannt ist diese Burg durch die Heilige Kinga, die mit ihren Klosterschwestern nach dem Einfall der Tataren 1287 hierher geflüchtet sein soll.

Am Eingang zur Burg erinnert ein Denkmal an dieses Ereignis.

Von der Burganlage sind nur Teile der Befestigungsanlage und der Zisterne erhalten.

 

Der blau markierte Weg führte  wieder zurück auf unseren Aufstiegsweg, vorbei an der geschäftstüchtigen Bäuerin. Wir konnten nicht widerstehen und ließen uns  die Buttermilch erneut schmecken.

Zunächst führte ein breiter Weg auf einen Bergkamm. Bald verengte er sich zu einem schmalen Pfad, der auf dem Kamm entlang führte.
Der Weg war gespickt mit schwierigen Abschnitten (an der Grenze zur Kletterei). Hinzu kam, dass die Abbruchkante nicht gesichert war. Wir können diesen Weg nur trittsicheren Wanderern empfehlen.

Vom Czertezik -Aussichtpunkt  konnten wir erneut in das Dunajec (Dunajetz) -Tal  herabblicken.

Für den steilen Abstieg zurück nach Krościenko nad Dunajcem sind Wanderstöcke zu empfehlen.

 

Alles in allem: Eine empfehlenswerte Rundwanderung!

 

Unterkünfte und  Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von dieser Wanderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die talentiertesten Fußballspieler aus Tarnów (Tarnau)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Stärkung der Wanderer verkauft eine Bäuerin Buttermilch, Pflaumenkompott und geräucherten Käse.

 

 

 

Blick von der Aussichtskanzel des Kronenbergs

auf den Dunajetz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denkmal der Heiligen Kinga am Eingang zur Burg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick vom

Czertezik -  Aussichtsfelsen  auf den Dunajetz  -Durchbruch

Montag 19.08. Floßfahrt auf dem Dunajec (Dunajetz)

 

Wohin, wenn man „muss“, Muscheln am Hut und gebrochenes  Keuschheitsgelübde

 

Das eigentliche „Highlight“ in Krościenko nad Dunajcem ist eine Floßfahrt auf dem Dunajec (Dunajetz) Der Fluss bildet die Grenze zwischen Polen und der Slowakei. In Jahrmillionen hat der Fluss eine tiefe Rinne in das Pieninen-Gebirge gegraben.

Gegen 9:00 Uhr begaben wir uns zum Rynek (Marktplatz) von Krościenko nad Dunajcem.  Mit einem Minibus fuhren wir zur Ablegestelle der Flöße im Ort Sromowce Wyżne Kąty.  Eine wirklich tolle Strecke.

 

Gleichzeitig mit uns erreichten 2 Busse mit etwa 100 Flößern, erkennbar an ihren Goralenhüten und farbigen Jacken, den Parkplatz.

Ein Hinweis am Kassenhäuschen informierte uns, dass bei einer Wasserhöhe von über 2,60 m keine Fahrten durchgeführt werden. Jeder Fahrgast hat außerdem den Anspruch auf eine Schwimmweste. Ferner müssen die Flößer das Ufer ansteuern, wenn ein Gast seine „Notdurft“ verrichten will.

An alles war gedacht  ….

 

Am Ankerplatz standen etwa 10 Flöße zur Abfahrt bereit. Jedes Floß kann mit 12 Personen besetzt werden.

Gleich mehrere Flöße legten zur gleichen Zeit ab und erst in der Mitte des Flusses Dunajetz bildete sich eine große Kette von Flößen.

Gesteuert werden die Flöße durch 2 Flößer, die quasi als Berufskleidung einen Goralenhut – und je nach Witterungsverhältnissen – auch eine farbige Jacke tragen.

In der Vergangenheit hatten die Bewohner der Bergregion (Goralen) Holzflöße über die Weichsel bis an die Ostsee transportiert. Bei  jeder erfolgreichen Tour steckten sich die Goralen eine kleine Muschel an ihren Hut. Heute gibt es überall in der Region Hüte mit einem Muschelkranz zu kaufen (ab 7,50 €).  Die 2 Flößer steuern mit langen Holzstangen vorne und hinten das Floß sicher durch die Stromschnellen.

Der Bug-Flößer wies auf die Sehenswürdigkeiten der Strecke hin, so auf die majestätischen Drei Kronen-Bergzinnen, die wir am Tag zuvor bestiegen hatten, auf das Rote Kloster auf der slowakischen Seite (hier lebte der „Bruder Cyprianus“) und auf die Felsengruppe der 7 Mönche, die es mit dem Gelübde der Keuschheit nicht so genau nahmen. Besuchten doch alle Mönche  gleichzeitig die Nonnen auf der polnischen Seite. Und zur Strafe wurden sie in Felsen verwandelt.

An zahlreichen Stellen entlang des Flusses suchten Menschen Abkühlung an diesem schwülen Tag. Außerdem waren an diesem Tag auch zahlreiche Paddel- und Raftingboote unterwegs.

 

Nach 2 ½ Stunden beendeten wir im Kurort Szczawnica die Floßfahrt. Eigentlich wollten wir uns noch die Innenstadt mit ihren Häusern im Schweizer Stil ansehen. Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad nahmen wir aber lieber den nächsten Bus zu unserem Hotel.

 

Wir ließen den Tag in einem Lokal am Ufer des Dunajetz ausklingen.

 

 

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

Landkarte über den Dunajec-Grenzfluss

 

 

 

Ablegestelle der Flöße im Ort Sromowce Wyżne Kąty.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Holzstangen steuern 2 Goralen die aus 5 Holzkähnen zusammengebundenen Boote.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kronenberg mit seinen 3 Zinnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ziel der Floßfahrten ist der Kurort Szczawnica

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kurort Szczawnica

Dienstag 20.08. Wanderung durch das  Biała Woda (Weißwasser) und Wąwóz Homole

Jaworki Biała Woda Przełencz Rodziela 862 m Sedlo pod Vysokými Skalkami 970 m (Abzweigung nach Ruźbachy Kúpele) Wysoka 1.050 m Wąwóz Homole Jaworki  14 km

 

Oszczypek-Käserei, Homole-Canyon und verspätete Regenschauer

 

Können wir heute eine Wandertour  unternehmen?

Nach den hohen Temperaturen in den letzten Tagen sollte sich heute eine Regenfront mit Gewitter und Starkregen über ganz Polen ausbreiten.

Trotz dieser schlechten Wettervorhersage packten wir unsere Tagesrucksäcke mit Regenjacken, Schirmen und Ponchos und fuhren über Szczawnica zum Ortsende von Jaworki.

Wir nahmen den gelb markierten Weg durch das Biała Woda (Weißwasser)-Tal. Die Landschaft erinnerte uns an das Allgäu, auf der offenen mit Gras bewachsenen Landschaft weideten Kühe mit Glocken um den Hals.

An einer Oszczypek-Käserei machten wir eine Rast und schauten den Hirten bei der Käseherstellung zu. Über einer Feuerstelle in  einer Hütte wurde Milch bei  gelegentlichem Umrühren erhitzt.  Die gleiche Feuerstelle räucherte Käserollen an der Decke. Die Wände und Decken der Hütte waren durch das Käseräuchern schwarz gefärbt.

In dem anschließenden kühleren Vorratsraum hingen mehrere prall gefüllte Leinensäcke mit Quark.

Nach 80 Minuten erreichten wir den Bergkamm. Grenzsteine mit der Aufschrift „P“ und „S“ wiesen darauf hin, dass hier die Grenze zwischen Polen und der Slowakei verläuft.

 

Auf dem blau markierten Grenzweg wanderten wir westlich in Richtung Szczawnica bzw. zum Fluss Dunajetz. An mehreren Stellen waren noch Betonpfähle zu sehen.  In der sozialistischen Zeit waren hier Hinweisschilder angebracht, die Wanderer davor warnten, die Staatsgrenze zu übertreten.

 

 

Nach weiteren 2 Stunden erreichten wir unterhalb des kegelförmigen Aussichtsberges Wysoka  einen grün markierten Weg, der zurück ins Tal führte.

Ein sehr steiler, rutschiger Weg erforderte höchste Aufmerksamkeit. Wundern musste man sich, dass so viele Ausflügler,  teilweise mit kleinen Kindern, auf dem Weg zum Wysoka Aussichtsberg aufstiegen.

Die Zahl der Wanderer nahm in der Wąwóz Homole (Homole – Schlucht) zu. Der Besucherstrom war so groß, dass wir an Engstellen manchmal warten mussten.  Die 800 m lange Homole-Canyon ist ein Naturschutzgebiet mit 120 m hohen Kalksteinwänden.  Ein Bach schuf zahlreiche Wasserfälle, die  jedoch nach der langen Trockenheit  ziemlich mickrig aussahen.  Zahlreiche Leitern und stählerne Brücken erleichtern den Weg durch die Schlucht.

 

Kaum im Hotel angekommen, begannen die schon für den Vormittag angekündigten Regenschauer.
Fazit: Traue keiner Wettervorhersage! 

Aufgrund der guten Erfahrung gingen wir erneut zum Abendessen in das 800 m vom Zentrum von Krościenko nad Dunajcem gelegene Koliba Restaurant U Walusia.

Unterkünfte und Wanderstrecke

 

Weitere Bilder von der Wanderung

 

 

 

 

 

 

Das Biała Woda (Weißwasser) -Tal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Decke der Käserei werden Käserollen zum Räuchern aufgehängt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wanderweg entlang der polnisch-slowakischen Grenze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das beste Restaurant im Stil einer Koliba, das "U Walusia "

 

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